Altmühltal
Zweite Chance für die Natur

Nach dem Aus für das Naturschutz-Großprojekt zum Schutz der Wiesenbrüter plant der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen für 2025 das Projekt "Klimaresilienz in Altmühlfranken". Neu sei der ganzheitliche Ansatz, alle Betroffenen in ein Boot zu holen.
Um den Lebensraum besser an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen, "arbeitet die Landkreisverwaltung in Abstimmung mit weiteren Fachbehörden und -verbänden aus der Land- und Forstwirtschaft, dem Jagd- und Fischereiwesen sowie dem Arten- und Naturschutz an der Erstellung eines Aktionsprogramms für den Wiesenbrüterschutz", ist auf der Internetseite des Landratsamtes zu lesen. Lebensraum verbessernde Maßnahmen und gezielte Schutzmaßnahmen sollen die Vogelbestände fördern.
- Dazu gehören z. B. Uferabflachungen und breit angelegte Mulden, die für mehr Feuchtigkeit in der Fläche sorgen.
- Gehölze, die nicht direkt an der Altmühl liegen, sollen gepflegt werden. Sie wirken für verschiedene Arten störend, sodass sie sich dort nicht ansiedeln.
- Die extensive Weidenutzung entlang der Altmühl soll mit dem Ziel, 22 Hektar zu erreichen, auf weitere staatliche Flächen ausgedehnt werden.
Beutegreifer schützen
Unverzichtbar ist auch das sogenannte Prädationsmanagement, vereinfacht der Schutz vor Beutegreifern wie z. B. Füchsen. Der Landkreis unterstützt den Landesbund für Vogel- und Naturschutz bei der Anschaffung von Zäunen, die in Abstimmung mit dem Flächennutzer um die Gelege der Wiesenbrüter angebracht werden können. Auch das Aufstellen von Fallen ist im Gespräch.
Da auch Radfahrer und Spaziergänger Störungen verursachen, werden die Besucherlenkung ausgebaut und die Beschilderung des Wiesenbrütergebietes verbessert.
Da auch Radfahrer und Spaziergänger Störungen verursachen, werden die Besucherlenkung ausgebaut und die Beschilderung des Wiesenbrütergebietes verbessert.
Verschiedene Förderungen möglich
Zur Finanzierung will man verschiedene Fördermöglichkeiten nutzen: "In enger Abstimmung mit den Landnutzern denken wir da zum Beispiel an eine Ausweitung des Kulturlandschafts- oder des Vertragsnaturschutzprogramms, aber auch Fördermöglichkeiten des Wasserwirtschaftsamtes oder des Amtes für ländliche Entwicklung können hier weiterhelfen", so Landrat Manuel Westphal. Dazu kommt der positive Beschluss des Kreistags zur Bereitstellung freier Finanzmittel.
Netzwerk
Fachverbände wie der Landesbund für Vogel- und Naturschutz, der Bayerische Bauernverband und die Jägervereinigungen stehen hinter dem Aktionsprogramm. Wenn dann noch eine schnelle Umsetzung und die bereitwillige Mitarbeit aller notwendigen Akteure dazukommen, besteht Hoffnung, dass das Projekt für die letzten im Altmühltal verbliebenen Wiesenbrüter nicht zu spät kommt.