Waldzustandsbericht 2025
Wie geht es Bayerns Wäldern?

Abgestorbene bzw. geschädigte Kiefernkronen

Seit über 40 Jahren beurteilen Fachleute jährlich im Rahmen der Waldzustandserhebung (WZE) den Zustand der Bäume in Bayerns Wäldern.

Hierzu wird an über 15.000 Bäumen untersucht, wie viele Blätter bzw. Nadeln der Baum im Vergleich zu einer normal belaubten, gesunden Krone hat. Durch Untersuchung des Nadel-/Blattverlustes kann verglichen werden, wie sich die Gesundheit der verschiedenen Baumarten im Laufe der Jahre verändert.

Das Frühjahr 2025 war mit bayernweit 50 % weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel das trockenste Frühjahr seit fast 100 Jahren. Angesichts solcher Klimaveränderungen wundert es nicht, dass Bayerns Waldbäume immer mehr Schäden aufweisen. Seit einigen Jahren steigt der mittlere Nadel-/Blattverlust kontinuierlich an und liegt 2025 mit 26 % weiterhin auf hohem Niveau. Während sich der Zustand der Laubbäume (23 %) leicht erholt, verschlechtert sich der Zustand der Nadelbäume (28 %) erneut geringfügig.

Schlechteste Werte aller Regierungsbezirke

Beim Blick auf die Ergebnisse in Mittelfranken wird deutlich, dass mit dem Waldumbau keine Zeit mehr verloren werden darf: 53 % der Bäume weisen mittlere bis starke Schädigungen auf. Dies ist der schlechteste Wert aller Regierungsbezirke. Grund hierfür ist der hohe Kiefernanteil in den mittelfränkischen Wäldern. Von den untersuchten Hauptbaumarten Fichte, Kiefer, Buche, Eiche und Tanne weist die Kiefer mit 37 % den größten Nadel/-Blattverlust auf. Dieser hat sich im Vergleich zu 2024 um weitere 2,5 % verschlechtert. Bei den anderen Baumarten liegt der Nadel/-Blattverlust zwischen 20 und 25 % und damit auch auf hohem Niveau.
Grund zur Sorge bereitet zudem die sich ausbreitende Mistel. Diese befällt besonders die Kiefer und schwächt sie, da sie ihr auch in Trockenphasen Wasser entzieht. Während die Mistel früher eine als Dekoration begehrte seltene Besonderheit war, wurden 2025 bayernweit an 36 % aller Kiefern, in Mittelfranken sogar an 61 % Mistelbefall festgestellt.
Um den Aufbau zukunftsfähiger Wälder zu unterstützen, helfen wir als AELF unseren Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern mit aller Kraft bei Pflanzung, Naturverjüngung, Pflege und vielen weiteren Maßnahmen mit Beratung und Förderung.

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